Die Deutsche Demokratische Republik / DDR
(eine Analyse)


Wenn man heute etwas über die ehemalige DDR hört, bekommt man meistens negative Argumente vorgesetzt z.B.: die DDR war unproduktiv, die Wirtschaft kommt einem Entwicklungsland nahe, das gesamte Wohnungswesen ist vergammelt, die Menschen sind unterqualifiziert und bekommen deshalb weniger Lohn als westdeutsche Werktätige usw., usf.... Gleichzeitig liess sich der Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl als 'Vater der deutschen Wiedervereinigung' feiern. Stimmt das? Nein, keinesfalls!

Ohne Marshallplan-Hilfe o.ä. (wie in Westdeutschland) bauten die Menschen in der DDR ihre vom Krieg zerstörten Häuser und Fabriken wieder auf. Jeder DDR-Bürger hatte Arbeit, ausreichendes Einkommen, eine bezahlbare Wohnung und genoss soziale Vergünstigungen, die weit über dem heutigen Niveau in Westdeutschland lagen. Die Menschen wurden mit im eigenen Land produzierten Produkten ausreichend versorgt und konnten billige Urlaubsreisen in fast alle Ostblockstaaten wahrnehmen. Auf allen Olympiaden nahmen DDR-Sportler Spitzenpositionen ein. Die DDR-Wirtschaft exportierte in alle Welt (vor allem nach Russland und in die Ostblockstaaten): chemische Produkte, Elektroartikel, optische Geräte, Textilien u.a.m. Wenn man vor 'der Wende' vom westdeutschen Quelle- oder Otto-Versand Produkte kaufte, konnte man feststellen, dass viele Waren DDR-Signaturen trugen.



Während des Kalten Krieges berichtete die westliche Propaganda laufend von Menschen, die aus der DDR nach dem Westen flüchteten. Doch keiner sprach von den Flüchtlingslagern in der DDR, die von West-Flüchtlingen überfüllt waren. Die Flüchtlinge mußten in der Regel 4 bis 6 Wochen warten, bis sie von der DDR aufgenommen wurden. Die Unterbringung und Verpflegung entsprach westlichem Standard, ausserdem erhielt jeder West-Flüchtling Taschengeld und konnte Geld dazuverdienen, durch freiwillige Arbeit in umliegenden Produktionsstätten. Beim Verlassen des Lagers erhielt jeder West-Flüchtling eine Fahrkarte zum Bestimmungsort, Taschengeld, eine Wohnung, kostenlos Möbel von DDR-Republikflüchtigen und eine Arbeitstelle. Kriminelle Elemente fanden keine Aufnahme, sondern wurden mit einem Bus nach Helmstedt gebracht und den westlichen Behörden übergeben. (Ich selbst kannte das DDR-Flüchtlingslager in Berlin-Blankenfelde und habe mich wiederholt mit West-Flüchtlingen unterhalten.)

Wenn die DDR soviel positive Aspekte hatte, warum ging sie dann zu Boden? Die Ursache liegt in innenpolitischen und aussenpolitischen Entwicklungen. Ende der sechziger Jahre begann sich innerhalb des Staatsapparates ein charakterloses Bonzentum (Sozialdemokratismus) breit zu machen (ebenso wie in Westdeutschlamd). Statt Mißstände aufzugreifen und zu beseitigen, sonnten sich diese Bonzen in der Bequemlichkeit ihrer Pöstchen und gaben 'nach oben' nur gefälschte positive Berichte weiter. Insofern war die Staatsführung über die wahren Verhältnisse im eigenen Land nur unzureichend informiert. Und weil Mißstände die Eigenschaft haben, zu wuchern, wuchsen die Mißstände und die Unzufriedenheit der Menschen.

Gleichzeitig wirkten in den Köpfen der Menschen die westdeutschen Propaganda-Parolen: Demokratie, Freiheit, Freizügigkeit, Reisen in alle Welt, die harte DM, die vollen Schaufenster mit Produkten aus aller Welt usw. Die Menschen der DDR wollten endlich alles nur Denkbare kaufen und reisen, wohin sie wollen.... Hinzu kam die aussenpolitische Wirkung. Der Ostblock war am Zusammenbrechen. Die Russen zogen ab (finanziert von westdeutschen Milliardenbeträgen) und die DDR stand ziemlich isoliert da. Und so kam es schliesslich zu der bekannten 'Wiedervereinigung' und zur Ernüchterung der DDR-Bürger. Das Lügengebbäude vom Wirtschaftswunder brach zusammen und die Menschen bekamen mit aller Härte die Grausamkeit des globalen Monopolkapitalismus zu spüren.

Den Ex-CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl als 'Vater der deutschen Wiedervereinigung' hinzustellen, ist einfach lachhaft. Er dachte noch ncht einmal an eine Wiedervereinigung. Noch kurz vor der sogenannten Wiedervereinigung konferierte Kohl mit den westlichen Alliierten und man beschloss dort, einer Konföderation der beiden deutschen Staaten zuzustimmen (mit Ausschluss eines Friedensvertrages). Vor allem England und Frankreich sprachen sich gegen ein wiedervereinigtes Deutschland aus. Der Volkswille erzwang die Wiedervereinigung.

(Satire aus dem Internet)

Wenn Kohl in die Geschichte eingehen sollte, dann keinesfalls als 'Vater der deutschen Wiedervereinigung', sondern als Vernichter der DDR-Volkswirtschaft und Vollstrecker monpolkapitalistischer Interessen. Denn unter seiner Regie wurden moderne Industrieanlagen zu Schleuderpreisen an Spekulanten verschachert, lahmgelegt oder sogar geschliffen, d.h. jede Konkurrenz wurde systematisch ausgeschaltet. Insofern sind die Menschen in der ehemaligen DDR Opfer der monpolkapitalistischen Globalisierungspolitik der westdeutschen Bonzen.




s.a. "Blitzlichter über die DDR"