|
Vorausetzungen für Experimente
1. Gehe an kein Experiment mit Drogen heran,
ehe du nicht gründlich alle theoretischen Grundlagen studiert
hast.
2. Alle Experimente sollten keine egoistischmateriellen
Ziele verfolgen. Mit keinem Experiment darf einem anderen Menschen
Schaden zugefügt oder Freiheit und Würde eines Menschen
angetastet werden.
3. Wer krank, schreckhaft oder nervös
ist, darf sich nicht den Gefahren eines Experiments mit unberechenbaren
Drogen aussetzen.
4. Wenn möglich solltest du alle Experimente
mit einem Assistenten durchführen.
5. Gewöhne dich niemals an eine bestimmte
Droge. Ganz egal, ob du eine Wirkung spürst oder nicht. Lasse
wenigstens 4-5 Tage verstreichen, ehe du daßelbe Mittel wieder
nimmst.
6. Nehme am Anfang die kleinste Dosis zu dir.
Bei Tinkturen sind Verdünnungen mit Zuckerwasser möglich.
Verwende Mischungen von Drogen erst, wenn du die einzelnen Drogen
separat getestet hast.
7. Breche ein Experiment sofort ab, wenn du
Unwohlsein spürst. Gehe dann an die frische Luft und setze
dich anderen Umwelteindrücken aus.
8. Halte immer ein Gegenmittel bereit, um
auftretendes Unwohlsein zu verscheuchen. In fast allen Fällen
wirken koffeinhaltige Getränke.
9. Führe ein Experimentier-Tagebuch.
Schreibe
dir jede Einzelheit eines
Experimentes (Dosis, Zusammensetzung, Wirkung usw.) auf.
Zum Beispiel: HEXENSALBEN
Wir wissen, daß im Mittelalter verschiedene
Frauen Salben benutzt haben, um bestimmte Vorstellungen
'zu erleben'.
Die Hexensalben lassen sich in zwei Gruppen
gliedern:
1. Der Sud brachte die gewünschten Freuden, die
durch die Drogenwirkung und die autosuggestive Erwartung vorgegeben
ist. Von einer magischen Wirkung kann hier nicht die Rede sein.
2. Bei der zweiten Gruppe erfolgte eine Aussendung des Astralleibes,
d.h. die Frauen nahmen tatsächlich (mit ihrem Astralleib)
an den Riten und Saturnalien teil.
Noch heute werden von einigen Naturvölkern
Mittel verwandt, die den Hexensalben in der Wirkung gleichen.
Wenn wir die Zusammensetzung einer Hexensalbe untersuchen (z.B.
ein Gemisch aus Schierling, Nachtschatten, Mandragora und Bilsenkraut),
können wir erkennen, daß heute selbst ein moderner
Pharma-Fachmann keine bessere Mischung für diesen Zweck herstellen
könnte.
Wirkung: Der Schierling setzt die Nerventätigkeit
herab und schafft die Bereitschaft zur Lösung des Astralleibes. Der
Nachtschatten lockert die magischen Nervenzentren; die Alraunwurzel
führt den magnetischen Tiefschlaf herbei, in dem der autosuggestiv
gegebene Befehl (Loslösung des Astralleibes) verwirklicht
wird. Das Bilsenkraut schafft die Voraussetzungen für die
Verwirklichung der meist lustbetonten Wünsche.
|