Bärlapp
(Lycopodium clavatum)
Volkstümliche Namen: Schlangenmoos, Alpenmehl, Waldstaub.
Herkunft: Die Pflanze ist in Europa zu Hause. Sie bevorzugt trockene Heiden und Moore, Gebirgswiesen und Nadelwälder.
Bärlapp kriecht am Boden dahin, ist mit kleinen Blättchen besetzt und verzweigt sich breit. Die aufsteigenden Triebe erreichen eine Höhe von 10 bis 15 cm. Die Sporen reifen im Juli/August.
Wirkstoffe: Lycopodin, Sporonin, Hydrokaffeesäure, Sacharose, Triterpene, Flavonoide, Alkaloide.
Angew. Pflanzenteil: Lycopodium = Bärlappsporen, Lycopodii herba = Bärlappkraut.
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss (nicht mehr als 3 Tassen täglich), 2.) Alkoholauszug, 3.) als Pulver.
Wirkung/Einsatz: bei Gicht, Rheuma, Verstopfung, Leberschwellung, Blähungen, Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane, Nierengries, Harnverhalten bei alten Menschen, Menstruationsstörungen, Krampfadern, Nervenleiden; schmerzlindernd, harntreibend, krampflösend; äusserlich: Wundpuder (aus den Sporen), Ekzemen, wundgelegene Haut.
Nebenwirkungen: Bei einer Überdosierung kann es Vergiftungserscheinungen geben (Übelkeit, Erbrechen etc.).
Bemerkungen: Das Pulver oral eingenommen, führt zu vermehrter Harnausscheidung; besonders für Ältere empfehlenswert.
Lycopodin hat eine starke Giftwirkung. Es kommt beinahe an das indianische Pfeilgift Curare heran. Früher galt die Pflanze als Beschreikraut, d.h. sie sollte gegen schwarzmagische Einflüsse schützen. Man findet sie auch als Beimischung in Liebesmitteln, denn ihre Wirkstoffe weisen alle Merkmale eines Aphrodisiakums auf.
Apotheken-Medikamente: nur als Beimischung in Nieren- und Blasen-Tee's. Breitere Anwendung in der Homöopathie.
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