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Benzoe (Styrax tonkinensis) Volkstümliche Namen: Wohlriechender oder süsser Asant, javanischer Weihrauch, Styrax-Benzoin. Herkunft: heimisch in Hinterindien, Ostindien, Siam, Thailand, Vietnam, Laos und Sumatra. Benzoe wird aus dem Styrax-Baum gewonnen. Der Baum wird durch tiefe Einschnitte verletzt. Die austretende Wundabsonderung liefert die rötlich-braune Droge. Man unterscheidet Siam- und Sumatra-Bonzoe. Wirkstoffe: Coniferylbenzoat, Cinnamylbenzoat, Benzoesäure, Vanillin. Wirkung/Einsatz: bei Brustverschleimung, Husten, Bronchitis, Asthma (auswurffördernd); äusserlich bei Ekzemen, Pilzbefall, für Wundwaschungen, Pinselungen und als Mundwasser (entzündungshemmend, desinfizierend); Anwendung auch in der Seifen- und Parfümindustrie. Bemerkungen: Das vanilleartig duftende Harz wird auch für Räucherungen verwandt. In Asien bewirken die Schamanen mit Benzoe-Räucherungen magische Transformationsvorgänge. Schon im alten Babylon galt Benzoe als wertvolle Zutat für Salbenbereitungen, Parfümeriewaren und Räucherungen. Im Abendland verbreitete sich Benzoe erst Ende des 15. Jahrhunderts. In der Alchemie wird Benzoe dem Planeten Sonne und dem Element Luft zugeordnet. Auch das heilige Salböl, das in England bei Königskrönungen benutzt wird, enthält (neben Rose, Jasmin, Moschus und Ambra) Benzoe. Rezept für die Herstellung von Benzoe-Räucherkerzen: 250g Lindenkohle-Pulver (notfalls auch gepulverte Holzkohle) tränkt man mit einer Lösung von 40g Kalisalpeter (Kaliumnitrat) in 300 ml destillierten Wasser. Das Gemenge trocknen lassen, pulverisieren und mischt dazu 200g Benzoe-Pulver, 10g Traganth-Pulver und 10mg Cumarin. Unter Verwendung von Traganth-Schleim (in 2% Kalisalpeter gelöst) formt man die Grundmasse zu kleinen Räucherkerzen. Grundrezept für ein Benzoe-Heilöl: 100ml Olivenöl (kalte Pressung), 10g Sumatra-Benzoe-Pulver, 10g Natriumsulfat (entwässert). Diese Mischung wird 2 Stunden lang auf einem Wasserbad erwärmt und dann abgesiebt. Apotheken-Medikamente: Es gibt keine Fertigpräparate mehr. Deshalb findet Benzoe heute nur in der Naturheilkunde und in der Homöopathie Anwendung. |