Bitterholz (Quassia amara)
Volkstümlicher Name: Fliegenholz.
Herkunft: heimisch in Guayana, dem nördlichen Brasilien und Panama; kultiviert in Kolumbien.

Quassia amara wächst strauchig oder als kleiner Baum von 2 bis 5 Meter. Nach Entfernen der Rinde wird das Holz "teegerecht" aufbereitet.

Wirkstoffe: Carbolin-Alkaloide, Quassin (= Nigakilacton D), Neoquassin, 18-Hydroxy-Quassin, Seco-Triterpenbitterstoffe.
Angew. Pflanzenteil: Quassiae lignum = Bitterholz.
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Alkoholauszug.

Wirkung/Einsatz: bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Magen-, Darm- und Galle-Beschwerden, Störung der Galle-Sekretion, Leberleiden.
Nebenwirkungen: keine bekannt. Bei Überdosierung kann es zu Erbrechen kommen. Schwangere und Menschen mit Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren sollten die Droge meiden.

Bemerkungen: Bitterholz wurde früher in der Volksmedizin als Wurmmittel verwendet; diese Anwendung ist heute in Vergessenheit geraten. Auch als Insektizid kommt Bitterholz heute nicht mehr in Frage; man nannte deshalb die Droge früher: Fliegenholz.

Apotheken-Medikamente: Es gibt einige Fertigarzneimittel, in denen Extrakte der Droge oder homöopathische Verdünnungen enthalten sind; z.B. Pascohepan Tropfen, Heparcholan Tropfen, Stropheupas-forte Tropfen u.a.