Bockshornklee  (Trigonella foenum)
Volkstümliche Namen: Stundenkraut, Griechisch Heu.
Herkunft: Das Schmetterlingsblütengewächs Bockshornklee wächst vom Mittelmeer bis Zentralasien auf allen Böden.

Das Kraut ist mit einer kräftigen Pfahlwurzel im Boden verankert und treibt einen Blühspross, der bis zu 60 cm hoch wird. Die kleeähnlichen Blätter sind dreizählig. Die gelblichen Schmetterlingsblüten stehen in den Blattachseln. Die Frucht wird bis zu 10 cm lang und bildet bis zu 20 Samen aus.

Wirkstoffe: Proteine, Trigonellin, Galactomannan-Schleim, Fett, Steroidsaponine, Sterole, Flavonoide, ätherisches Öl.
Angew. Pflanzenteil: Foenugraed semen = Bockshornklee-Samen.
Anwendung: 1.) Brei (z.B. für äussere Umschläge), 2.) Tee-Aufguss, Direkteinnahme des Pulvers (esslöffelweise oder als Brei), 4.) als Gewürz.

Wirkung/Einsatz: als Stärkungsmittel, bei Magersucht, Appetitlosigkeit, Zuckerkrankheit, Verschleimung der Atmungsorgane, Zungenlähmung nach einem Schlaganfall, Blutvergiftung, Lungenkrankheiten, Rachitis, Drüsenschwellungen, chronischem Husten, entzündetem Blinddarm, Gichtschmerzen; zur Förderung der Milchsekretion bei stillenden Müttern, Senkung des Cholesterinspiegels; äusserlich: Furunkel, Geschwüre, offene Beine, Nagelbettvereiterung; wirkt wachstumshemmend auf Bakterien.
Nebenwirkungen: keine bekannt.

Bemerkungen: Für Tee-Zubereitung nimmt man 2 Esslöffel Samenpulver übergiesst es mit einem viertel Liter kaltem Wasser, lässt dies 2 Stunden stehen, kocht es kurz auf und nach dem Absieben trinkt man es warm. Bienenhonig-Zusatz unterstützt hustenlinderne Wirkung. In einem halb so starkem Tee kann man die Füsse baden (z.B. um Fußschweiss einzudämmen).

Apotheken-Medikamente: keine bekannt; ist nur in einzelnen Teemischungen zu finden.