Boldo (Peumus boldus)
Volkstümlicher Name: Monimia.
Herkunft: beheimatet in Chile und Peru.

Der immergrüne Strauch oder Baum ist mit den Lorbeergewächsen verwandt und kann 6 m Höhe erreichen. Er bevorzugt trockene Standorte; seine Blätter riechen etwas nach Pfefferminz.

Wirkstoffe: Boldin u.a. Aporphinal-Alkaloide, ätherisches Öl mit p-Cymol, Cineol, Ascaridol, Terpenen, Flavonoidglycoside.
Angew. Pflanzenteil: Boldo folia = Boldoblätter.
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Alkoholauszug, 3.) Weinauszug.
Zu 1.) 1g auf 100ml Wasser; eine Tasse vor den Mahlzeiten.
Zu 2.) 20g auf 100ml 70%igen Alkohol, fünf Tage ziehen lassen; 10 bis 20 Tropfen vor den Mahlzeiten.
Zu 3.) 3g auf 100ml Rotwein, 8 Tage ziehen lassen; ein Gläschen vor den Mahlzeiten.

Wirkung/Einsatz: als Beruhigungsmittel, anregend auf die Gallen-, Magen- und Nieren-Sekretion, steigert die Harn- und Harnsäureausscheidung, bei krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden, Verdauungsstörungen; in höherer Dosierung: hypnotische Wirkung, bewirkt Farben- und Ton-Halluzinationen.
Nebenwirkungen: keine bekannt; bei sehr hoher Überdosierung kann es zu Schwindelanfällen und Erbrechen kommen.

Apotheken-Medikamente: Extrakte der Droge sind in zahlreichen Präparaten enthalten, so z.B. in Cynarzym N Dragees, Gallemolan T Tropfen, Opobyl N Dragees, Hepatofalk Dragees, Hepaticum Divinal Tropfen und N Dragees, Boldo Dr. Eberth Dragees u.a.m.