Brechnuss
(Strychnos nux-vomica)
Volkstümliche Namen: Krähenaugen, Brauntaler.
Herkunft: heimisch in Asien, Vorderindien, Ceylon, Java, West-Afrika, Nordaustralien.
Ein 10 bis 15 m hoher Baum (ein Logangewächs) mit weisser tellerförmiger Krone. Die Frucht ist eine grosse (bis 6 cm Durchmesser) orangenrote Beere.
Wirkstoffe: Strychnin, Brucin, Loganin, Cholin, Alkaloide, Bitterstoffe.
Angew. Pflanzenteil: Strychni semen = Brechnuss-Samen.
Anwendung: nur in stark verdünnten homöopathischen Tinkturen; darf nur von Heilkundigen benutzt werden!
Wirkung/Einsatz: Gehirn und Rückenmark erregend, vergrössert das Gesichtsfeld, verschärft Gehör- und Tastempfindlichkeit, abnorme Steigerung der Reflexerregbarkeit, bei Lähmungen, als Kreislauf- und Atem-Stimulanz, Anregungsmittel bei Schwächezuständen, bei psychischen Störungen, als Aphrodisiakum.
Nebenwirkungen: Dosen ab 20 mg führen zu akuten Vergiftungen. Die tödliche Dosis liegt bei 100 bis 300 mg.
Bemerkungen: Aus den Apotheken sind die Strychnin-Präparate fast vollkommen verschwunden. ; zahlreich sind dagegen die Präparate mit homöopathischer Zubereitung.
Apotheken-Medikamente: Als Ersatz für die Strychnin-Präparate bieten die Apotheken Atropin-Mono-Präparate an (z.B. Dysurgal N).
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