Eberwurz  (Carlina radix)
Volkstümliche Namen: Heustecher, Regenwurzel, Wetterdistel, Hundszorn.
Herkunft: heimisch in Mittel- und Südeuropa, Südrussland.

Die Pflanze ist mit einer Pfahlwurzel im Boden verankert. Daraus entwickelt sich eine am Boden liegende Blattrosette, die aus 10 bis 15 cm langen Blättern zusammengesetzt ist. Unmittelbar auf der Blattrosette sitzen die Blüten mit silberweissen Hüllkelchblättern. In der Mitte befinden sich rötliche oder gelbe Scheibenblüten.

Wirkstoffe: Carlinaoxyd, Inulin, Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, ätherische Öle.
Angew. Pflanzenteil: Carlinae radix = Eberwurz-Wurzel.
Anwendung: 1.) Tee-Abkochung, 2.) Alkohol-Auszug, 3.) Direkteinnahme des Pulvers.

Wirkung/Einsatz: bei chronischer Bronchitis, Brustverschleimung, Milz-Leber-Verstopfung, Harnverhalten, Wassersucht, Blasensteinen; für Nervenanregung, Magen-Darm-Reinigung, Blutreinigung; äusserlich: Wundreinigung, bei Ekzemen, stark bakterienabtötend, antibiotisch; auch als Beimischung zu Aphrodisiaka.
Nebenwirkungen: keine bekannt. Bei starke Überdosierung sind Erbrechen, Durchfall und Übelkeit möglich.

Bemerkungen: In der Tiermedizin gilt die Eberwurz als ein hervorragendes Mast- und Brunstmittel. Eberwurz ist auch Bestandteil der Schwedenkräuter und entsprechender Zubereitungen.

Apotheken-Medikamente: Als Extrakt enthalten im Multikombinations-Präparat Infi-tract-Tropfen.