Efeu  (Hedera helix)
Volkstümliche Namen: Eppig, Schreckblätter.
Herkunft: heimisch in West-, Mittel- und Südeuropa.

Efeu ist eine Kletterpflanze, die an Bäumen und Häuserwänden emporklettert. Im Wald breitet er sich manchmal auf dem Boden aus. Die Blätter sind ledrig und gestielt. Die unscheinbaren Blüten stehen in kleinen Dolden und bilden erbsengrosse Früchte, die im Winter reifen und blauschwarz aussehen.

Wirkstoffe: Hederin, Helixin, Saponine, Hederasaponin B und C, Ephedrin.
Angew. Pflanzenteil: Hederae helicis folia = Efeublätter.
Anwendung: 1.) Blätter-Teeaufguss, 2.) Efeuwein (1 Handvoll Efeu wird in Rotwein gekocht, bis die Menge zur Hälfte eingedickt ist. Dann schüttet man die gleiche Menge Wein hinzu und trinkt eine Woche lang nüchtern 1 Weinglas = gegen Steinleiden), 3.) Staubfein geriebene Efeublätter geschnupft, helfen gegen Nasenpolypen.

Wirkung/Einsatz: bei Nasenpolypen, Schnupfen, Bronchitis, Keuchhusten, Rachitis, starker Verschleimung, chronischem Katarrh, Entzündungen, Gelbsucht, Leber-, Milz- und Gallenleiden, Steinleiden, Gicht, Rheuma, Vergrösserung der Vorsteherdrüse; äusserlich: Krätze, Erbgrind, Geschwüre, Wunden.
Nebenwirkungen: keine. Bei einer Überdosierung können Herzschäden eintreten. Die hochgiftigen Efeubeeren sollten gemieden werden.

Bemerkungen: Bei den Germanen hatte Efeu eine grosse Bedeutung, wegen seines Ausdauerns im Winter. Sie legten deshalb ihre Toten auf Efeuranken. Der Efeu galt ebenfalls als Treuesymbol. Denn er grünt auch auf einem umgestürzten Baum weiter; dies wertete man als Zeichen eines treuen Dieners, der seinen toten Herrn nicht verlässt. In der Magie wurden Efeubeeren nekromantischen Räucherungen beigemischt.

Apotheken-Medikamente: Monopräparate sind u.a.= Prospan-Tropfen, Naranopect P Tropfen, Hedelix-Tropfen, Tussicedin Kapseln, Pöckinal Filmtabletten, Esberitox Kinderhustensaft, Bronchoforton Tropfen und -Kapseln.