Eibe
(Taxus baccata)
Volkstümliche Namen: Bogenbaum, Ibenbaum, Kantelbaum, Taxus.
Herkunft: heimisch in ganz Europa.
Ein immergrüner Baum, der sehr alt werden kann und bis zu 15 m hoch wird. Sein Stamm ist häufig leicht verdreht und ist das einzige Kieferngewächs, das keinen Harz produziert. Die Frucht besteht aus einer roten fleischigen Schale und einem Samen. Heute ziemlich selten; nur noch kleine Waldbestände und ist in Parkanlagen oder in Gärten zu finden.
Wirkstoffe: Taxin, Taxica, Milosin, Ephedrin.
Angew. Pflanzenteil: Taxaceae folia und - semen = Eiben-Blätter und -Samen.
Anwendung: 1.) nur als schwacher Tee-Aufguss, 2.) als stark verdünnter Alkoholauszug (Homöopathie).
Wirkung/Einsatz: bei Leberinfektion mit oder ohne Gelbsucht, Nieren- und Blasenleiden, Herzleiden, schwachem Blutdruck, Gicht, Rheuma; als Abführmittel, erhöht die Herztätigkeit; äusserlich: Hautausschläge.
Nebenwirkungen: Vorsicht Vergiftungsgefahr! Anwendung nur von Heilkundigen.
Bemerkungen: Die Eibe ist so giftig, daß sie sogar gegen Tierfrass geschützt ist. Schon bei den Germanen war sie der Totengöttin Hel geweiht. Sie bestrichen ihre Pfeil- und Lanzen-Spitzen mit dem Taxusgift. Es hiess auch, daß das Schlafen im Schatten einer Eibe schädlich sei.
Ein Amulett aus Eibenholz schützt vor jedem Zauber, deshalb sagte man z.B. im Spessart: 'Vor de Euwe ka Zauber ko bleibe.'
Der wesentlichste Wirkstoff der Eibe ist das Alkaloid Taxin, das im Blatt (besonders reichlich im Winter) und im Samen vorkommt. In der Heilkunde (Homöopathie) wird Taxin wegen seiner Wirksamkeit als Ersatz-Herzmittel für Digitalis eingesetzt.
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