Einbeere  (Paris quadrifolia)
Volkstümliche Namen: Fuchsauge, Krähenauge, Schwarzperle, Vierblatt, Wolfsbeere.
Herkunft: Sie ist in ganz Europa verbreitet und wächst vor allem in Laubwäldern.

Eine mehrjährige Pflanze mit einem kriechenden Wurzelstock, aus dem ein 20 bis 30 cm hoher Stengel wächst, der ein Blattquirl und eine einzige Blüte trägt. Die Frucht ist eine rundliche violettschwarze Beere, die zwischen den immergrünen Segmenten der Hülle eingeschlossen ist.

Wirkstoffe: Asparagin, Pektin, Sapomime, Glykoside, organische Säuren.
Angew. Pflanzenteil: Paridis herba = Einbeeren-Kraut.
Anwendung: 1.) stark verdünnter Kaltwasser-Auszug, 2.) Alkoholauszug (stark verdünnt).

Wirkung/Einsatz: bei Hirnblutstau, Neuralgien, Schwindel, Migräne mit Galleerbrechen, Schlaflosigkeit, Nasen- und Ohren-Katarrh, nervösen Herzbeschwerden, Gelenkrheuma, Angina Pectoris, Ausbleiben der Menstruation infolge Erkältung oder starker Gemütserregung, Entzündung der Verdauungsorgane, Milchfieber.
Nebenwirkungen: keine. Bei Überdosierung treten Vergiftungserscheinungen auf: Erbrechen, Darmkolik, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen. Tödliche Vergiftungen sind nicht bekannt.

Bemerkungen: Früher glaubte man, daß verhexte Menschen, die von einem Dämon um ihren Verstand gebracht worden waren, durch Einbeeren wieder entzaubert werden können. Die Beeren, am Körper getragen oder in Kleidungsstücke eingenäht, galten als Schutz gegen die Pest und andere ansteckende Krankheiten. Doch allgemein fürchtete man die Einbeere.

In der Schulmedizin wird die Einbeere nicht mehr benutzt. Die Homöopathe hingegen schätzt die Heilpflanze noch heute. Aus der frischen Pflanze wird das Homöopathikum bereitet und in der Dosierung D3 angewandt.