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Gelber Jasmin (Gelsemium sempervirens) Volkstümliche Namen: Giftjasmin, wilder Jasmin. Herkunft: heimisch im Atlantischen Amerika, in Mexiko, Guatemala, Ostasien. Ein strauchartiges Schlinggewächs mit lanzettlichen gestielten Blättern, weißen oder gelblichen wohlriechenden Blüten mit großer glockiger Krone. Gelber Jasmin gehört zur Familie der Brechnussgewächse. Wirkstoffe: Gelsemin (mit strychninartiger Krampfwirkung; andere Gelsemium-Alkaloide wirken teils atropinartig, teils curareartig), Gelsemicin, Gelsedin, Sempervirin, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Harz. Wirkung/Einsatz: bei Angst, Migräne, Nervösität, Neuralgien, Hysterie, Keuchhusten, fieberhaftem Rheuma, Erschöpfung, Altersherz, Herzklopfen, Angina pectoris, Grippe, entzündlichen Muskel- und Nervenschmerzen, Muskelkrämpfen, Lähmungserscheinungen, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Rheuma, Harnverhalten, Durchfall; erotisch anregend. Bemerkungen: Gelber Jasmin wurde von den Indianern Nord- und Mittelamerikas zum Fischfang benutzt. Die Wirkstoffe der Pflanze produzieren Lähmungen, die in grossen Gaben curareartig wirken. Es erfolgt eine absteigende Lähmung. Getränke aus den Wurzeln des Gelben Jasmins wurden von den Indianern der Südstaaten Amerikas als sogenanntes Gottesurteil eingesetzt. Gelber Jasmin beeinflußt das Großhirn und das verlängerte Mark. Ein Dauergebrauch kann zur Gewöhnung, zu Halluzinationen und Intelligenzstörungen (bis zur Idiotie) führen. Apotheken-Medikamente: Tinktur und Extrakt der Pflanze finden in der Allo- und Homöopathie Verwendung; Präparate = z.B. Phytodolor, Gelsadon Dragees und Tropfen, Migränex Dragees..... |