Kath
(Catha edulis)
Volkstümliche Namen: Abessinischer Tee Herkunft: heimisch in den arabischen Ländern (vor allem im Jemen), in Äthiopien, Madagaskar, Somaliland und Nairobi.
Der Kathstrauch ähnelt dem Teestrauch. Er hat ledrige, oval lanzettliche, gesägte Blätter. Die Blätter werden bereits nach 3 Jahren geerntet.
Wirkstoffe: Alkaloide, Kathin (Nor-Ephedrin), Kathinon (Aminopropiophenon = mit Amphetamin-Wirkung) und andere Kathamine
Angew. Pflanzenteil: Cathae folia = Kathblätter
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Kauen der Kathblätter.
Wirkung/Einsatz: zur Verringerung des Hungergefühls (als "Appetitzügler"); weitere Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze für die Medizin noch nicht erforscht. Die Wirkung der Pflanze ähnelt dem Ephedrin = s. Meerträubel.
Nebenwirkungen: bei sachkundiger Anwendung keine bekannt. Überhöhte Dosierungen und längere Anwendungen können zu Abhängigkeit und Sucht führen.
Bemerkungen: In arabischen Ländern und in Afrika werden die Blätter gekaut oder als Tee getrunken. Ihr Genuss wirkt anregend und euphorisch. Ein Kathrausch kann in eine depressive Verstimmung führen.
Apotheken-Medikamente: Die Pflanzenwirkstoffe sind in einigen Präparaten ("Appetitzüglern") enthalten. Als Monosubstanz z.B. in Amorphan Depot, Mirapront N, Antiadipositum X 112 S Dragees und Tropfen, Fusupond weiß, Lorenz Schönschlank Tabletten, Vita-Schlanktropen Schuck; ferner in Kombinationspräparaten wie Recatol N Retardkapseln, Antiadipositum Tropfen, Boxogetten oder mit Coffein und Vitaminen kombiniert als "Vitamin-Schlankheits-Tropfen", d.h. unter Verschleierung der eigentlichen Wirkstoffe (Kath).
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