Kondurango
(Marsdenia
cundurango)
Volkstümliche Namen: Magenwohl Herkunft: Der Kondurango-Strauch (eine
Liane) ist in Südamerika an den Westhängen der Kordilleren
von Ekuador, Peru und Kolumbien heimisch.
Wirkstoffe: Condurangin, Condurangogenin,
Pregnanderivate, Flavonoide, Cumarinderivate, Chlorogen- und Kaffeesäure,
ätherisches Öl.
Angew. Pflanzenteil: Condurango cortex
= Kondurango-Rinde
Anwendung: 1.) Alkoholauszug, 2.) Tee-Abkochung.
Zu 1. = 50g Kondurangorinde mit einer
Flasche Wein ansetzen; nach 5 Wochen gebrauchsfähig.
Zu 2. = 1 bis 2 Teelöffel Kondurangorinde
mit einem viertel Liter kaltem Wasser übergiessen, langsam
zum Sieden bringen, vom Herd nehmen, völlig erkalten lassen,
absieben und dann leicht trinkwarm erhitzen, ungesüsst trinken.
Das wichtige Condurangin ist nämlich in grosser Hitze unlöslich.
Wirkung/Einsatz: bei Appetitlosigkeit,
Verdauungsbeschwerden, verminderter Magensaftproduktion, allgemeinen
Schwächezuständen; wirkt lindernd bei Magenkrebs.
Nebenwirkungen: keine bekannt. Der
bittere Geschmack der Kondurangorinde verhindert eine Überdosierung.
Bemerkungen: In der Volksmedizin hält
sich hartnäckig die Auffassung, daß Kondurango-Tee ein Mittel
gegen Magenkrebs sei. Dies kann nicht bestätigt werden! Fest
steht jedoch, daß der unangenehme Brechreiz bei Magenkrebs-Kranken
und das oft heftige Erbrechen durch Kondurango-Tee gebessert werden
kann.
Apotheken-Medikamente: Gepulverte Rinde
oder Extrakte sind in zahlreichen Kombinationspräparaten
enthalten; z.B. in Gastrocaps, Nervogastrol, Pankreaplex Neu,
Pascopankreat novo (Tabletten und Tropfen), Marvina Tonikum, Sigman-Haustropfen
(Austria).
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