Kuhschelle  (Pulsatilla vulgaris)
Volkstümliche Namen: Küchenschelle, Osterblume, Wolfspfote.
Herkunft: Die Pflanze ist ein Hahnenfussgewächs, das auf trockenen Grasflächen, in Steppenheiden und an Hängen wächst. Sie steht unter Naturschutz.

Die Kuhschelle hat einen senkrecht im Boden steckenden Wurzelstock und mehrere aufrecht stehende Blütenstengel, die bis zu 25 cm hoch werden. Die glockenförmigen Blüten sind von silberweiss behaarten Hochblättern umgeben.

Wirkstoffe: Protoanemonin, Anemonin, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Harz.
Angew. Pflanzenteil: Pulsatillae herba = Kuhschellenkraut.
Anwendung: homöopathisch stark verdünnte Tinkturen (D4 buís D12). Nur für Heilkundige!

Wirkung/Einsatz: bei Depressionen (besonders bei jungen Mädchen), Migräne, Gicht, Rheuma, Bronchitis, Stinknase mit Schleimabsonderung, Augenbindehaut-Entzündung, grauer Star mit starken Schmerzen, Harndrang, Bettnässen bei Kindern, Hodenentzündung, unregelmässiger Periode, Krampfadern, Venenentzündung, Hautekzemen, Frostbeulen.
Nebenwirkungen: Bei sachgerechter Anwendung keine. Wenn die Haut mit dem Kraut in Berührung kommt, führt dies zu einer Blasenbildung; entsprechend stärker ist die Wirkung auf Schleimhäute.

Bemerkungen: Bei Augenleiden darf die Tinktur nicht direkt in die Augen gegeben werden, sondern muß oral eingenommen werden. Bei der Behandlung von chronischen Krankheiten muß die Tinktur auf D30 verdünnt werden.

Das frische Kraut wirkt auf der Haut ätzend (blasenbildend). Beim Trocknen des Krautes geht das hochgiftige Protoanemonin in das weniger giftige Anemonin über.

Apotheken-Medikamente: Die Pflanzenwirkstoffe findet man in einigen Kombinationspräparaten, z.B. Pulsatilla Strath, Femisana forte Mixtur...