Lobelie
(Lobelia
inflata)
Volkstümliche Namen: Atemgold. Herkunft: ist in Nordamerika heimisch;
wird in Russland kultiviert.
Ein einjähriges Glockenblumengewächs
mit ca. 50 cm hohem Kraut und blauen Blüten.
Wirkstoffe: Lobelin, Isolobinin und
verwandte Nebenalkaloide.
Angew. Pflanzenteil: Lobeliae herba
= Lobelienkraut.
Anwendung: 1.) Alkoholauszug, 2.) Tee-Aufguss,
3.) in Räucherungen, 4.) als Beimischung zu einem Kräuter-Rauchtabak.
Wirkung/Einsatz: bei Husten, Asthma,
Bronchitis; für Raucher-Entwöhnung; schwach psychoaktiv,
erzeugt geraucht eine leichte Euphorie und geistige Klarheit;
der Tee wirkt stimulierend, beruhigend.
Nebenwirkungen: keine; bei einer Überdosierung
kann es zu Brechreiz kommen.
Bemerkungen: Lobelin stimuliert die
Atmung. Es wurde früher auch bei Kollaps, Gas- und Narkotika-Vergiftungen
und allgemeiner Erstickungsgefahr eingesetzt. Ausserdem addiert
Lobelin die Wirkung des Nikotins und erzeugt dadurch ein Abneigungsgefühl gegen Nikotin
(Raucher-Entwöhnung).
Apotheken-Medikamente: Die Lobelie
ist ein Stiefkind der Pharmazie. Sie ist in wenigen Präparaten
zu finden; z.B. in Angioton N DHU (zusammen mit Urtinkturen herzwirksamer
Pflanzen) und in Raucherentwöhnugsmitteln.
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