Meerträubel  (Ephedra sinica)
Volkstümliche Namen: Mormonen-Tee, Ma-Huang.
Herkunft: heimisch in China, im Mittelmeergebiet, Orient, Indien; kultiviert in Spanien, Russland und Südosteuropa.

Die kleinen Sträucher haben ein schachtelhalmartiges Aussehen. Die bis zu 40 cm hohen Zweige sind blattlos. Die Blüten sind unscheinbar. Es ist eine typische Pflanzenart, die man in trockenen, sehr heissen Gegenden findet.

Wirkstoffe: Ephedrin (verwandt mit dem Andrenalin) und verschiedene Protoalkaloide.
Angew. Pflanzenteil: Ephedrae herba = Meerträubelkraut.
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Alkoholauszug.

Wirkung/Einsatz: bei Asthma, Bronchitis, Krampf- und Reizhusten, Kreislaufschwäche; wirkt zentral atemanregend, blutdrucksteigernd, blutzuckersteigernd, appetitdämpfend, krampflösend, antiallergisch, regt das sympathetische Nervensystem an, normalisiert den Blutdruck nach Infektionskrankheiten, erweitert die Herzkranzgefässe, steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, erzeugt eine leichte Euphorie.
Nebenwirkungen: keine bekannt; bei zu hoher Überdosierung kann es zu Herzflattern und Nervösität kommen.

Bemerkungen: Seit über 5000 Jahren verwendet man in China Meerträubel gegen Kreislaufschwäche, Fieber, Husten und zur Steigerung der Arbeitsleistung. Leistungssportler dürfen kein Meerträubel zu sich nehmen (‘Doping’).

Apotheken-Medikamente: Meerträubel findet man in den verschiedensten Präparaten; z.B. in Antibex cum Ephedrino Hustensaft, Asthmacolat Tropfen, Ephepect Pastillen, Poikiloton N Tropfen, Antiföhnon-N Dragees, Nasalgon mild Nasensalbe.