Oleander
(Nerium oleander)
Volkstümliche Namen: Rosenlorbeer, Hundsgift. Herkunft: heimisch im Mittelmeerraum, Schwarzmeerküste, Zentralasien und Südamerika.
Oleander ist ein kleiner Baum oder Strauch, der bis zu 5 m hoch wird. Die lederartigen Blätter können bis zu 15 cm lang werden. Die ansehnlichen Blüten bergen einen trichterförmigen Kelch mit leuchtendem Rot oder Weiss. Die schotenartigen Balgkapseln enthalten zahlreiche Samen.
Wirkstoffe: verschiedene
herzwirksame Glykoside, hauptsächlich Oleandrin, Oleaside, Adynerin und Flavonglykoside.
Angew. Pflanzenteil: Oleandri folia (auch Nerii folium)
= Oleanderblätter.
Anwendung: Alkoholauszug
(homöopathisch verdünnt), sollte nur von Heilundigen verwandt werden.
Wirkung/Einsatz: bei Herzschwäche, Angina pectoris, Herzmuskelentzündung, nässenden Ekzemen (besonders am Kopf), Milchschorf und starken Darmbeschwerden mit Blähungen.
Nebenwirkungen: Bei richtiger Dosierung
keine. Bei Überdosierung kann es zu Vergiftungserscheinungen
kommen: Erbrechen, Pupillenerweiterung, Sinnesverwirrung, Koliken, schwere Durchfälle.
Bemerkungen: Oleander-Tinkturen und -Präparate werden vor allem als Herzmittel ähnlich wie Digitalis (Fingerhut) oder Convallaria (Maiglöckchen) angewandt. Die Glykoside des Oleanders sind jedoch weniger giftig (und intensiv) als die Digitalisgruppe. Trotzdem wirkt Oleander noch in einer Verdünnung von 1 : 1 Milliarden. Die Wirkstoffe befinden sich in den Blättern und in der Rinde.
Apotheken-Medikamente: Oleander-Wirkstoffe findet man in einigen Kombinations-Präparaten; z.B. Miroton N Lösung und Dragees; auch in der Coro Salbe Fides.
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