Passionsblume
(Passiflora incarnata)
Volkstümliche Namen: Schlafblume, Nervenruh. Herkunft: heimisch in ganz Amerika und Ostindien.
Ein Kletterstrauch mit einer dornenkron-ähnlichen Blüte. Die Passionsblume bildet bis zu 5 m lange Stengel. Die Blätter sind länglich, eiförmig. Die gestielten Blüten wachsen in den Achseln der jüngsten Blätter. Zur Blütezeit werden die oberirdischen Teile geerntet und schonend getrocknet.
Wirkstoffe: C-Glykosylflavonoide, Vitexin, Maltol, Cumarin, Umbelliferon, Harman-Alkaloide.
Angew. Pflanzenteil: Passiflorae herba = Passionsblumen-Kraut
Anwendung: 1.) Tee-Aufguss, 2.) Alkoholauszug.
Wirkung/Einsatz: bei Unruhe, Nervösität, Einschlaf- und Schlafstörungen, Erregungszuständen, leicht erhöhtem Blutdruck, unregelmässigem Kreislauf, nervös-bedingten Magen- und Darmleiden; krampflösend, beruhigend.
Nebenwirkungen: keine bekannt.
Bemerkungen: Bei Schlafstörungen u.ä. sollte man nicht sofort zum Schlafmittel greifen. Hierfür ist die folgende Mixatur eine bewährte Alternative: 50% Passionsblume, 5% Baldrianwurzel, 15% Hopfenblüte, 30% Piscidia-Rinde. Zubereitung: 1 Teelöffel Mixatur mit ca. 150ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen, absieben. Eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen trinken.
Geraucht wirkt die Passionsblume stimmungsaufhellend und gleichzeitig beruhigend. Bei einer mittleren Dosierung tritt eine leichte Euphorie auf, die mit einer veränderten Farbenwahrnehmung verbunden sein kann; später Müdigkeit, Schlaf mit intensiven Träumen.
Apotheken-Medikamente: Ein Monopräparat sind die Passiflora Curarina Tropfen. Passiflora ist in zahlreichen Kombi-Präparaten enthalten - z.B. Biral oder Plantival N, -forte N, Euvegal N, Moradorm S Filmtabletten, Visinal Dragees, Kytta Sedativum N (als Urtinktur).
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