Quebracho
(Aspidosperma quebracho-blanco)
Volkstümliche Namen: Bitterrinde. Herkunft: heimisch im westlichen Argentinien, in Chile und Bolivien.
Der bis zu 20 m hohe, immergrüne Quebrachobaum ist leicht zu erkennen. Denn er hat den Wuchs einer Trauerweide. Die gelbbraune Rinde wird von ausgewachsenen Bäumen geschält, an der Luft getrocknet und in den Handel gebracht.
Wirkstoffe: Aspidospermin, Quebrachin (= Wirkung ähnlich wie bei Yohimbin) und mehrere wirksame Alkaloide.
Angew. Pflanzenteil: Quebracho cortex = Quebracho-Rinde.
Anwendung: 1.) Tee-Auskochung, 2.) Alkoholauszug (Tinktur).
Wirkung/Einsatz: bei Staublunge, Krampfhusten, Bronchitis, Kurzatmigkeit, Herzasthma, Atembeschwerden, fiebrigen Erkrankungen, Leberstörung, Potenzschwäche; auswurffördernd, regt das Atemzentrum an, reizt das Sexualzentrum.
Nebenwirkungen: keine bekannt. Bei hoher Überdosierung kann es zu Brechreiz kommen. (Im Zweifelsfall immer einen Arzt oder Apotheker fragen!)
Bemerkungen: Quebracho ist ein Kräftigungsmittel, Aphrodisiakum und Potenzmittel. Es wirkt ähnlich wie Yohimbe, hat jedoch den Vorteil, daß es kein starker MAO-Hemmer (also relativ ungefährlich) ist. Der Nachteil von Quebracho ist der bittere Geschmack. Dieser kann jedoch mit Santakraut (Eriodictyon californicum) gemildert werden. Der Geschmack lässt sich ausserdem durch den Zusatz von Vitamin C, Vanilleschoten, Zitronenschalen etc. verbessern.
Quebracho wirkt blutdrucksenkend und reizt die Sexualzentren im Sakralnerv; dadurch kommt es zu einem verstärkten Blutandrang im Unterleib. Das führt bei Männern zu langanhaltenden Erektionen und weckt bei Frauen starke sexuelle Wünsche. In höherer Dosierung können psychodelische Wirkungen auftreten. Ein Neuling sollte mit kleinen Dosierungen beginnen, die Wirkung abwarten (ca. 1 Stunde) und dann evtl. die Dosis vorsichtig erhöhen.
Apotheken-Medikamente: Quebracho findet man in den verschiedensten Medikamenten; z.B. Aphrodisiakum Afrodor 2000 Dragees, Asthmapräparat Perasthman (Pulver und Tabletten), Bronchicum Elixier N.
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