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Seidelbast
(Mezerei cortex)
Volkstümliche Namen: Seidelbaum. Herkunft: Der Seidelbast bevorzugt schattige Standorte und nährstoffreichen
Boden. Man findet ihn an Waldrändern, an Bachufern und in
Hecken. In Nordeuropa ist er seltener als im Süden; er steht
unter Naturschutz.
Wirkstoffe: Daphnetoxin, Daphnin, Flavonoide,
Sitosterin, Harz, Scharfstoff.
Angew. Pflanzenteil: Mezerei cortex = Seidelbastrinde.
Anwendung: Alkoholauszug = Tinktur;
in homöopathischer Verdünnung (Potenz ab D3 bis D6).
Ab D6 lassen sich alle weiteren Potenzen ohne Gefahr anwenden;
jedoch nur unter der Aufsicht eines Heilkundigen.
Wirkung/Einsatz: bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen,
Gliederschmerzen, entzündeten Augen, nächtlichen neuralgischen
Schmerzen, Ohrenentzündung, Magenbeschwerden, Speichelfluss, Schlingbeschwerden,
Bindehautentzündung, Knochenhautentzündung, Weissfluss,
Gicht, Rheuma, Verstopfung; Hautkrankheiten: Gürtelrose, Ekzemen
u.ä.
Nebenwirkungen: Giftig sind alle Pflanzenteile. Besonders
die Beeren sind gefährlich; schon 10 bis 15 Beeren gelten
als tödliche Dosis. Auf der Haut ruft die Pflanze Reizungen
und Blasenbildung hervor. Es kann sogar zu Gewebezerstörungen
kommen.
Bemerkungen: Verwendet wird die Rinde.
Vom Genuß der Beeren werden Magen, Darm und Nieren schwer
gereizt. Durchfall, Erbrechen und Brennen und allen Schleimhäuten
sind erste Vergiftungszeichen. Erste Hilfe: Sofort den Magen entleeren
(Brechen), schleunigst einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen
(dort werden auch die Schleimhäute behandelt).
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