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Psychoaktive Pilze
Die psychoaktiven Pilze gehören zur Gruppe
der Ständerpilze (Basidomycetes); genauer gesagt zur Ordnung
der Blätter- und Röhrenpilze (Agaricales). Sie zeichnen
sich durch einen ausgeprägten Fruchtkörper mit Stiel
und Hut aus. Die psychoaktiven Pilze zählen zu nur 3 der fünfzehn
Familien dieser Ordnung:
1. Tintenpilze (Coprinaceae)
2. Schuppenpilze
(Strophariaceae)
3. Knollenblätterpilze (Amanitaceae)
Die zwölf in Europa vorkommenden psychoaktiven
Pilzarten lassen sich in zwei Wirkstoffgruppen einteilen:
1. Psilocybin-haltige Pilze Die Pilze enthalten
oft die ähnlichen Stoffe Baecystin und Psilochin, allesamt
TryptaminVerbindungen (ebenso Buffotenin, Serotonin und DMT).
Wie alle Tryptamin-Derivate sind Psilocybin und Psilocin mit LSD
nahe verwandt. Sie alle gehören zur Gruppe der Indolverbindungen:
Spitzkegeliger Kahlkopf (Psilocybe semilan.) Mistkahlkopf (Psilocybe
montana u. coprophila) Dungkahlkopf (Psilocybe merdaria) Grünspanträuschling
(Stropharia aeruginosa) Halbkugeliger Träuschling (Stropharia
semiglo.) Schwefelköpfe (Hyphaloma cyanescens) Wiesendüngerling
(Panaeolus campanulatus) Glockendüngerling (Panaeolus sphinctrinus)
Heudüngerling (Panaeolina foenisecii).
2. Die Amanita-Gruppe Hierzu gehören
Pilze, die lbotensäure, Muscimol, Muscazon und Hyoscyamin
enthalten. Leider enthält diese Pilzgruppe auch den gefährlichen
Wirkstoff Muscarin: Fliegenpilz
(Amanita muscaria) Pantherpilz (Amanita pantherina) Grüner
Knollenblätterpitz (Amanita phalloides) Spitzhütiger
Knollenblätterpilz (Amanita virosa = sehr giftig !!!)
Psilocybin und Psilocin
Die hauptsächlich psychoaktiven Wirkstoffe der ersten Pilzgruppe
sind Psilocybin und Psilocin; zwei Tryptamin-Abkömmlinge
aus der Gruppe der Indolverbindungen. Psilocybin ist das erste
natürlich vorkommende bekannte phosphorsäurehaltige
Indolderivat.
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