Die Runenzeichen

Die in der Runenlehre verwendeten Zeichen bestehen aus den 18 Runen der "FUTHORK" - Reihe - die in der beginnenden Neuzeit von Rudolf Gorsleben, Guido von List und Bernhard Marby erfasst und bestimmten Wirkungen zugeordnet wurden. Jede Rune bewirkt etwas anderes, sie polarisiert praktisch die Kraft in eine bestimmte Richtung.

Runenzeichen sind buchstabenähnliche Zeichen atlantischer Völker, die aber ursprünglich nie literarisch verwendet wurden (Wissen, Geschichte, Religion etc. wurden praktisch bis zum Ende des 1. Jahrtausends nach der Zeitenwende nur mündlich überliefert - in Runen geschriebene Bücher gab es - z.B. in Island, Skandinavien und Britannien - eher erst gegen Ende dieses 1. Jahrtausends).

Runenzeichen stehen für Begriffe (Gesetze, magische Inhalte). Die Kraftform, die aus der Anwendung von Runen resultiert entsteht dadurch, daß man die Energie der Rune (die Energie der durch die Rune dargestellten Begriffe) in sich aufnimmt und sie gerichtet und verstärkt/abgeschwächt wieder abstrahlt - der Runenmeister fungiert wie eine Richtfunktantenne - er nimmt Energie auf und gibt sie gerichtet und in der Qualität verändert (härter oder weicher - verstärkt oder abgeschwächt) weiter (und diese Ausrichtung auf ein Ziel und die Dosierung der weitergeleiteten Energie ist die Funktion des Magiers).

Zur Erläuterung der Kraft eines gerichteten Gedankens die von H.Majko zitierte Sonnenparabel:
Man stellt sich im Kopf (= imaginieren) die Sonne vor - ca. 1 sec - ein Vorgang, bei dem der Körper die geringe Energiemenge, die in etwa 1 mg Fett steckt verbraucht (ca. 40 Joule). Andererseits wissen wir, daß die Sonne 8 Lichtminuten von uns entfernt ist (eine mittlere Distanz von ca. 150,000.000 km !). Simplifizierend kann man annehmen, daß die durch das Imaginieren der Sonne aufgewandte Energie an diesem Hebelarm ansetzt - wobei der Drehpunkt des Hebels unmittelbar vor der Sonne liegt.

Dadurch wirken quasi 40 Joule (= 40 kg.m²/sec) an einem Kraftarm von 150.000,000.000 m - am einfachheitshalber mit 1m anzunehmenden Lastarm wirken daher nach dem Hebelgesetz 6,000.000,000.000 Joule - eine Kraft, mit der man 6.000,000.000 t 1m hoch heben könnte (die Masse der Sonne ist in etwa 1,989.000,000.000,000.000,000.000,000.000 t).

Um 6 Milliarden Tonnen einen Meter hoch zu heben braucht man in der Technik gewaltige Kräfte - Gedanken (sich etwas vorstellen = Imaginieren) sind aber durchaus in der Lage, im esoterischen Bereich gewaltiges zu bewegen !

Ausserdem haben Gedanken meiner Meinung nach Ewigkeitswert - zur Erläuterung meine Definition der Ewigkeit:

Beim Denken fliessen - wie bei jeder anderen Gehirn- oder Nerventätigkeit - elektrische Ströme (geringe - aber deutlich messbare). Wie aus der Physik bekannt ist, baut jeder fließende elektrischer Strom ein elektromagnetisches Feld (vergleichbar einem Radiosender) auf. Elektromagnetische Felder breiten sich im Raum mit annähernd Lichtgeschwindigkeit ins Unendliche aus - sie verlieren zwar immer mehr an Energie, ihre Energie mag zwar nach Millionen von Jahren fast Null sein, sie erreicht aber nie Null und könnte nach Milliarden von Jahren noch immer mit genügend fein empfindlichen Meßgeräten auf einem quasi unendlich weit entfernten Punkt dieser oder einer anderen Galaxis festgestellt werden - dies ist meine Definition der Ewigkeit - alles was wir denken und tun, jede Bewegung hat damit letztendlich Ewigkeitscharakter (zumindest nach den dzt. Erkenntnissen der Physik - die auch bis dato nicht ernstzunehmend widerlegt werden können).

Gedanken setzen daher gewaltige Kräfte frei und haben Ewigkeitswert. Daher muß man mit Gedanken nicht gedankenlos, sondern so sorgfältig wie irgendwie möglich umgehen (in reiner Umgebung [Raum, Umfeld, Anwender] und in Ruhe).

Runenanwendung und Runenrituale sind grösstenteils Gedankenarbeit - daher sind diese Aspekte so wichtig - und nicht zu vergessen: Anwendung von Runen ohne den Schutz der grossen 3 (die gelebt werden müssen) ist nur beim Heilen gestattet - sonst Missbrauch ! Man kann über Runen nachlesen, hören, sich informieren - das heisst aber noch lange nicht, daß man sie anwenden kann. Es ist eher so, daß die Rune den Anwender selektiert.

Viele dieser eher trockenen Begriffe werden sehr farbenfroh in der "Älteren Edda" dargestellt - dieses Buch ist für den Runenanwender, aber auch für den bloss Wissbegierigen wesentliche Literatur zum Verständnis der Runenesoterik !

Hingewiesen sei hier auf noch einige wesentlichen Grundbegriffe:

Die Gleichheit von Mann und Frau - bedingt durch den gleichzeitigen Schöpfungsakt (wie in allen im atlantischen Raum entstandenen mir bekannten Schöpfungsmythen) - wobei aber ohne in Frage stellen der Gleichberechtigung die Verschiedenheit der Aufgaben der Geschlechter (durch physisch-hormonell bedingte Unterschiede) aufgezeigt wird. Die Frau ist für den Besitz und das Bewahren des Besitzes zuständig, der Mann für den Schutz und die Vermehrung des Besitzes !

Die Unzerstörbarkeit der Seele - geistigen Existenz des Menschen (des Gedankens).

Der Mensch ist alleine durch seine Existenz der Beweis für die Existenz einer höheren Wesensform (eines Schöpfers oder wie auch immer) !

Verschiedene Kräfte für verschiedene Zwecke :

Ich schreibe nur im Ritual Runenzeichen - sonst nie mehr (wegen eines möglichen Missbrauches durch andere, für den ich dann gerade stehen müsste !) - auch im Ritual ist es besser, die verwendeten Runen nur zu imaginieren (sich vorzustellen) oder darzustellen (Körperhaltung, Runengriffe, Runentritte).

Es folgt hier nun eine Auflistung und Darstellung der Runenzeichen. Vorausgeschickt sei, daß die einzelnen Runen eine Bedeutung und zumeist auch eine Verpflichtung haben! Das erste hier aufgeführte Runenschema ist vertikal in der Abfolge der FUTHORK - Reihe angeordnet. Die Bedeutung der einzelnen Runen wird nur kurz angeführt.