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Willenstärke
In seiner Magie, in der Tiefe seines Glaubens und seiner inneren Schau sieht der Anwender seinen Willen als unbeugbar. Der Wille muß sich auf den ganzen Menschen erstrecken, auf sein Leben nach innen, auf die Auswirkungen seiner Magie, die sich nach innen und nach aussen richten, wird im Inneren des Menschen in seiner Selbstverständlichkeit zu Wahrhaftigkeit, Treue und Glaubwürdigkeit (Wille zu M U T !). Diese Willensstärke – diese innere Schau - muß sich in seinem ganzen Leben abspielen. Diese Willensstärke macht die Gewalten lenkbar - sie macht die Gewalten der Runen dienstbar. Grosse Gewalten gehorchen nur einem starken Willen - daher sollen die Gewalten, die man einsetzen will nur so stark wie der Wille des Anwenders sein. Ist die Gewalt zu gross, zu übermächtig und der Wille des Anwenders zu schwach, dann ist der Willensbruch (man kann die Gewalt nicht mehr steuern) vorprogrammiert ! Der Wille war zwar stark genug, die Gewalten hervorzurufen, er ist aber zu schwach, um sie zu kontrollieren. Wichtig: man kann nur selbst seinen Willen stärken und das wesentliche Instrument dazu ist die Selbstkontrolle ! Schulung des Willens, der Willensstärke:
z.B. Zitat: "Wo Feindschaft ist, da nenne es Feindschaft !" - man soll nicht an Dingen zweifeln, die tatsächlich existieren (weil nicht sein kann, was nicht sein darf) - man soll sich nicht selbst belügen oder sagen: "Das ist nicht so!", bloß um Frieden zu haben. Man soll die Dinge immer beim Namen nennen - dann entsteht kein unnötiger Zweifel Er soll sich doch selber kennen, denn er kennt die Verhaltensregeln, um zu erkennen, er kennt seine Fähigkeiten, er weis, worüber er verfügt, er weis, daß er ohne Emotionen, ohne Zorn seine Fähigkeiten selbst kalkulieren kann; und er kann mit diesen seinen Fähigkeiten sein Ziel anmessen (reichen diese Fähigkeiten aus oder nicht). Das bedeutet nicht, daß er sein Ziel nicht erkennen kann, aber es entscheidet darüber, ob er etwas dagegen tun kann. Daher: je mehr ein Anwender seinen Willen schult, des stärker wird letzterer, desto mächtiger und größer werden die Gewalten, die er mit dessen Hilfe kontrollieren kann. Er wird deswegen nicht unbesiegbar - er kennt die Spielregeln und weiss, welche Gegner auf ihn warten, aber er hat Zugang zu immer grösseren Gewalten, je stärker sein Wille ist. Dies wirkt sich positiv auf den ganzen Menschen aus und gibt ihm Auftrieb - und diese Sicherheit am Wollen, diese Selbstkontrolle am Wollen, dieses sich selbst im Zaum halten können gibt ihm in seinem ganzen Lebensbereich ungeahnte Kontrollmechanismen in die Hand - er lernt sich selbst besser einzuschätzen (am Arbeitsplatz - im Freundeskreis - als Magier). Er kennt und überblickt deutlich seine diversen Bereiche und steigt nicht darüber hinaus. Er kennt seine Fähigkeiten und setzt sie richtig ein. Seine Umgebung - auch Leute, die sich nie mit Esoterik befaßt haben - stellt im Anwender eine Veränderung fest, eine Veränderung, die sie nicht mit Grauen erfüllt (den sie wissen nicht, welche ungeahnten, ja brutale Vorgänge mit Magie in die Wege geleitet werden können - sie sind ja selbst keine Anwender und sind daher nicht mit dem ersten Gegener - der Angst - konfrontiert), sondern eine Veränderung, die ihn vertrauenswürdig und sympathisch macht - zu einem Menschen, zu dem man geht, wenn man Hilfe braucht oder Rat sucht (den seine innere Festigkeit wird nach aussen durch seine Verhaltensweise sichtbar - Willensstärke erzeugt nicht nur Selbstsicherheit, sondern auch Vertrauen !). Schon in alten Zeiten gingen daher die Stämme und die einzelnen Menschen zu den Druiden, um Rat und Hilfe zu erlangen - nicht die Druiden zu den Stämmen. Dieses Vertrauen, daß von anderen, Unbedarften in den Anwender gesetzt wird, das muß gerechtfertigt werden ! Dieser Vertrauensvorschuss darf nicht enttäuscht werden. Rat und Hilfe Suchende kommen zum Anwender (Praktiker), weil sie von ihm gehört haben, weil sie ihn gesehen haben oder auch schon bloss deswegen, weil er durch sein Verhalten (im Privaten, am Arbeitsplatz) Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlt. Andere Menschen merken, daß dieses Verhalten richtig und geradlinig ist , obwohl sie nichts von den grossen 3 (M U T) wissen und daß er schon alleine deswegen vertrauenswürdig ist - und das ist schon ein wesentlicher Bereich der praktischen Magie, wo noch gar nicht mit irgendwelchen großen Gewalten hantiert wird, um jemandem zu helfen, wo Leute ganz einfach um Rat kommen - und nicht um irgendwelche Magie. Diese Position des Runenpraktikers entsteht durch das genaue Wissen um die Kraftform der Runenmächte, die er erlebt hat, die er in und um sich kennt und fühlt - diese Selbstsicherheit, die den Willen des Anwenders stärkt kommt daraus, daß er bereits die Spielregeln kennt, die ihn beeinflussen (verschiedene Kräfte für verschiedene Zwecken, Bescheid wissen um Unterteilung in Richtungen, die Kombinationen verweigern können, er kennt die Auswahl, die durch die einzelnen Verpflichtungen der Runen getroffen werden muß, und er weis auch, daß ihn nur seine eigene ständige Wachsamkeit davor schützt, einen groben Fehler oder Mißbrauch zu begehen. Er hat die Selbstkontrolle über sein Denken und Fühlen - er ist wirklich Herr seiner selbst und das stärkt seinen Willen). Deswegen wird er zwar für viele vertrauenswürdig - allerdings löst gerade diese Wesensveränderung (er ist nicht mehr willfährig - ein Spielball für den Willen anderer) gerade bei seiner unmittelbaren Umgebung - z.B. beim Partner oder bei Kollegen (die ihn ja anders vorher gekannt haben) - oft Befremden (er ist ja jetzt anders, er kann nicht mehr manipuliert werden), ja manchmal sogar Antipathie aus. Er ist jetzt stark, weil er Bescheid weiss. |