Praxis: Heilkunst, Magie, Rituale

Was ist Anwendung? Was wird angewendet? Wann? Wo? Was ist zu beachten?

Dies ist kein Leitfaden, um Wunder zu wirken, denn wer Wunder wirken will, soll gar nicht erst anfangen, Esoteriker zu werden ! (Wunder sind Funktionen von Religionen !)

Richtlinien:

  1. Erkennung und Bearbeitung eines Zieles. Es wurde hier bewusst der Begriff "Bearbeitung" gewählt - weil "bekämpft" wäre nicht immer richtig (nicht einmal bei Heilung steht die Bekämpfung des Leidens, sondern vielmehr die Stärkung der natürlichen Abwehr, die Korrektur des Stoffwechsels und damit die Verbesserung der inneren Harmonie, der Gesundheit des Leidenden im Vordergrund).

  2. Erkennen des Ziels beinhaltet nicht nur, das Objekt des geplanten Rituals genau auszuloten, sondern vor allem auch, die für die geplante Veränderung notwendigen Kräfte zu kalkulieren, sich selbst richtig einzuschätzen (ist mein Wissen gross genug, ist mein Wille stark genug, ist mein Verstand klar genug, ist meine Beharrlichkeit ausreichend, bin ich wirklich frei von Emotionen - ohne Zorn, Haß, Zuneigung ?).

    Kann ich die Bearbeitung dieses Zieles ertragen - oder ist meine Kraft dafür zu gering ?

    Ist meine Kraft zu gering, dann ist es ratsam, das Ritual nicht durchzuführen, lieber die Hände in den Schoss zu legen, weil man sonst im Bestreben, etwas zu erreichen, ein zu mächtiges Ziel zu bearbeiten seine eigenen Kräfte überschätzt, mit ihnen nicht mehr richtig haushalten kann - man plötzlich erkennt, daß der eigene Wille zur Kontrolle und Steuerung der notwendigen Kräfte nicht mehr ausreicht. Da ein Willensbruch oder das einfach sich selbst überlassen eines Rituals jeweils einen groben Missbrauch darstellen, bleibt dem Anwender nur mehr die letzte Möglichkeit, sozusagen als Notbremse, das Ritual auf sich zu nehmen - sozusagen "die Kröte zu fressen"!).

    Die Folgen dieser Notbremse sind, daß der Anwender (der wie ein Zauberlehrling nicht angemessen kalkuliert hat, seine Möglichkeiten weit überschätzt hat) vor allem mit den Verpflichtungen der Runen - und besonders tückisch sind hier die unverpflichtenden (wie z.B. ein fehllaufendes Ritual mit SIG - "Siegen um jeden Preis!" - ich kann nicht siegen, da ich den Gegner unterschätzt habe - welchen Preis muß ich dafür bezahlen ? - meine Gesundheit ? - mein Leben ? - oder bloss den Verlust meiner Reputation ? - wenn ich das fehllaufende Ritual auf mich nehme, weis ich die Antwort nicht - die Rune wird sie mir aber in absehbarer Zeit geben !).

    Daher muß die sorgfältige Kalkulation vor jedem Ritual durchgeführt werden - vielleicht ist eine Rückfrage bei einem Wissenden, der schon weiter als ich ist wertvoll - aber schon im Zweifel ist es vernünftiger, die Finger von einem nicht zu 100% überschaubaren und kalkulierbaren Ritual zu lassen !

    Hier sei nochmals auf Gefahren hingewiesen, die auch schon bei der relativ harmlosen Runenpraxis beim Heilen hingewiesen:

    Es ist eher bedenkenlos, wenn ich versuche, die Abwehrkraft und die Gesundheit des Leidenden zu stärkern - problematisch wird das Bekämpfen von Krankheiten, insbesondere von seelischen Krankheiten, von Geisteskrankheiten. Es ist vor allem dem Anfänger zu empfehlen, daß Bekämpfen von Krankheiten den Ärzten zu überlassen - es ist gefährlich, das Vertrauen des Leidenden zum Ablehnen ärztlicher Hilfe zu missbrauchen !

    Besonders nach Anfangserfolgen neigen viele Anfänger zu dieser Selbstüberschätzung - und müssen sich dann der Krankheit stellen, wenn Kraft und Wille nicht ausreichen !

  3. Runenkräfte (wie werden sie angewandt ?)
    Für oder gegen wen oder was setze ich Runenkräfte ein ? Man merkt z.B., daß ein Mensch bösartig ist - daß er einem selbst oder andere Menschen, die zum Anwender um Rat und Hilfe kommen Böses will oder mit boshaften Aktionen belästigt - wie kann ich mit Ritualen dagegen vorgehen, in wie weit darf ich mit Runenkräften gegen einen anderen Menschen, auch wenn er böse ist - aber trotzdem ahnungslos ist - vorgehen ?

  4. Dafür gibt es eine Grundregel: Ist ein Ritual gegen einen Menschen gerichtet, dann haben am Beginn des Rituals OS und RIT zu stehen (OS, um sich selbst als edel und recht denkend hinzustellen - d.h. noch lange nicht, daß man im Recht ist, sondern nur, daß man im Recht denkt - emotionslos, ohne Zorn, ohne Hass. RIT verleiht diesem OS den Status: "wenn es recht ist, etwas zu tun [dies kann man im Vornehinein nicht wissen, ein Irrtum ist leider immer möglich !], dann ist auch die geplante Veränderung rechtmässig" - das Ritual geht nur im Recht !).

  5. Wo werden Rituale gemacht ?
    Solange man noch von keiner Leitrune selektiert ist, dürfen Rituale nur in einem magisch gereinigten Raum durchgeführt werden, der nur für den Anwender und für jene Personen, mit den man das Ritual macht zugänglich ist. Zuschauer sind - ähnlich wie bei einem Unfall - unerwünscht ! (sie können unbewusst stören oder durch die eingesetzten Kräfte Schaden nehmen).

  6. Der Anwender soll die magische Reinigung des Raumes immer selbst vornehmen !

  7. Verpflichtung an die grossen 3 (M U T)
  8. Schiedsspruch durch Runenpraxis
  9. Runenübungen